Heilkraft
Pflanzenwelt


Kleines Heilpflanzenbrevier

"Die ganze Welt ist eine Apotheke"
(Paracelsus)





Pflanzen sind mächtiger, als wir allgemein glauben.
Als makroskopische Wesen vermitteln sie die Lichtkräfte
des Kosmos und verlebendigen die Erdmaterie.


Alle Kulturen, ausser unserer gegenwärtigen, wissen um die geistig-seelischen
Dimensionen der Pflanzen. Seit alter Zeit wussten die wahren Kräuterkundigen,
dass selbst die einfachsten, gewöhnlichsten Kräuter ihren Wert haben
und dass schon eine Handvoll genügt, um sämtliche Leiden zu lindern.


Wesentlich ist dabei, die Pflanzen durch und durch zu kennen, sie nicht nur als
Behälter chemischer Wirkstoffe zu betrachten, sondern als Persönlichkeiten
mit eigenem Wesen und einer eigenen, langen Geschichte.


Vorsicht - alle abgebildeten Pflanzen sind giftig!




Pflanzen sind ideale Heilmittel

Aktuell:      Obst, Früchte und Gemüse!         5 x am Tag!

European Nutraceutical Association

Die Pflanzen dienen uns nicht nur als Nahrungsmittel in Form von täglichen
Energiespendern. Ohne Pflanzen wäre das Leben für Mensch und Tier weder
denkbar noch möglich. Durch die, ihnen eigene, Fähigkeit zur Photosynthese,
werden sie zu Übermittlern von Lichtkräften, wie sie uns
von der Sonne geschenkt sind.


Bergwohlverleih! - Arnika montana



Die Blüte mit der
Heilkraft der
Bergsonne


Die Heilpflanzenwelt ist das grossartigste biochemische Laboratorium,
das wir uns vorstellen können. Sie fängt für den Menschen die kosmische Strahlung
auf und wandelt mit Hilfe des Blattgrüns das Sonnenlicht in biochemische Energie um.

Durch das "Wunder der Photosynthese" entstehen Assimilate, welche von den
Heilpflanzen durch enzymatisch gesteuerte Stoffwechselvorgänge in
therapeutisch aktive Heilstoffe umgewandelt werden:

Inula helenium
Alant
Symphytum officinalis
Beinwell
Hypericum perfoliatum
Johanniskraut

Alkaloide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonide,
Glykoside, Saponine, Schleimstoffe, Vitamine,
Hormone und Enzyme.

Mariendistel
Christrose
Enzian
Artischocke
Hopfen

Calendula officinalis
Cichorium intybus
Pulsatilla pratensis





"Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten:
Nichts ist drinnen, nichts ist
draussen; Denn was innen,
das ist aussen.
So ergreifet ohne Säumnis'
Heilig öffentlich Geheimnis"


Johann Wolfgang von Goethe
Wolf-Dieter Storl
Wegwarte


Im 16. Jahrhundert forderte der Staatsmann und Naturwissenschaftler

Francis Bacon (1561-1626)


eine vorurteilslose Aussage über die Wirkungsweise der Heilkräuter.
Aufgrund dieses Aufrufes waren viele damalige Forscher bemüht, die verborgenen
Geheimnisse der Arzneipflanzen aufzuschliessen.
Erstmals gelang es im Jahre


1805
Friedrich Adam Sertürner (1783-1841)

aus der Schlafmohnpflanze die Wirkstoffe Morphium und Opium nachzuweisen.


1818
bestimmte Josef Pelletier, Strychnin aus der Brechnuss
und Chlorophyll aus dem Blattgrün.

1819
entdeckte Ferdinand Runge das Coffein aus der Kaffeepflanze und

1820

isoliert Josef Pelletier das Chinin aus der Chinarinde
und Atropin aus der Tollkirsche.

1838
gelang es R. Piria aus der Wiesengeissbartblüte Salycin nachzuweisen.

Die synthetische Form daraus ist als "Aspirin" weltbekannt geworden.

Nicotiana tabacum
Hyosciamus niger
Papaver somniferum

Beim Betrachten des Lebensspiels ergibt sich eine wichtige Erkenntnis:
Je vollkommener sich das Pflanzliche in äusserer Gestalt und Form ausprägt,
desto mehr verliert sich die Lebensenergie.

 
Ricinus communis
 
Blüte
Pflanze
Ätherisch


Mezereum daphne
Seidelbast
Blüten im Februar!



Salvia officinalis Salbei

langsames Reifen
rhythmisches Wachstum
Der Duft ist die Frucht
geniessbar

Mezereum daphne
Seidelbast
Früchte giftig!


In der Regel kann gesagt werden, je einfacher die Pflanze
sich entwickelt, desto allgemeiner werden auch ihre Wirkstoffe ausgebildet.


Wenn die Erscheinung der Pflanze sich aber auffallend eigentümlich zu den
Naturgesetzen verhält in Farbe, Form, Geruch oder Wachstum,
dann wird sie auch unbekömmlich sein für Mensch und Tier.


Indessen als Heilmittel kann sie dadurch interessant werden!

Fliegenpilz
Agaricus muscarius
Küchenzwiebel
Allium cepa
Cayennepfeffer
Capsicum annum
Oleander
Oleander nerium

Selbst unter den
Pilzen ein Sonderling
Schnelles Wachstum
erhöhter Stoffwechsel

Auffallende Farbe, kurze Lebensdauer
Blütenbildung, giftig
schon bei Berührung


Eine einfache Blatt- und Blüten- und Fruchtfolge verspricht hingegen
eine günstige Verwertbarkeit für Mensch und Tier, zum Beispiel als Lebensmittel wie
Obst oder Gemüse. (Gras, Salat, Lauch, Krautstiele, Spinat, Kohl,
Erbsen, Bohnen, Gemüse, Äpfel, Birnen, Beeren)


Laubblattmetamorphose
Distel

Spitzwegerich

Plantago lanceolata
Blüte
Laubblattmetamorphose
Lattich






"Die Natur zielt auf das Ganze
mit dem Ganzen"


Hippokrates







Herbstzeitlose
Schöllkraut
Cayennepfeffer

Eine umfassende Natur- und Menschenmedizin folgt nicht länger nur ihrer
objektivistischen, technischen, männlichen, rationalen Seite. Sie wird sich
auf die vernachlässigten Gegenpole und auf komplementäre Bedürfnisse
besinnen müssen. Erst aus einer solchen Metanoia, ermahnt durch die
"grüne Wissenschaft" und inspiriert durch die fruchtbare Verbindung
von aristotelischer Empirie, Platonischer Spekulation und
Neoplatonischer Mystik kann eine neue Idee des Arztes
gewonnen werden.

Die angewandte Medizin von morgen muss ihren Schatten wahrnehmen.

Arnika
Schöllkraut
Artischocke
Bilsenkraut
Eiche
Darstellung der Pflanzen mit ihren ätherischen Eigenschaften.

Ziel des Medizinstudiums muss es werden, dem Studenten nicht allein den
biotechnischen Aspekt, sondern auf die Tiefendimension des menschlichen
Seins aufzuschliessen und ihm ein umfassendes Menschenbild einzuprägen.
Anderes und vor allem anders muss der angehende Arzt lernen, nämlich
weniger verschult, vielmehr integrativ, ganzheitlich zu verstehen.

Weissdorn
Wegwarte
Spitzwegerich
Schöllkraut
Gänseblümchen

Jede Pflanze hat ihre eigene
charakteristische Form,
Gestalt und Wirkung

Breitwegerich
Huflattich
Kamille


"Die gelindeste Anwendung ist die Beste"


Sebastian Kneipp



Die Birke bringt Leichtigkeit und Licht
in die Seele.


Sie ist ein Beispiel einer besonders ausgeglichenen Pflanze. Sie wächst weltweit
und geht im Laufe der Jahreszeiten deutlich durch geregelte Wachstumsprozesse.

Sie hat einen grossen Wasserbedarf und treibt
einen süssen Saft in die im Herbst
goldgelben Blätter.




Birke - Betula pendula


Hildegard von Bingen bezeichnet die Birke als das Glück.

Die Knospen und Blätter können vom Frühjahr bis zum Herbst geerntet werden.
Die Birke verbrennt und verascht die organische Substanz aus der Erde in ihrer Rinde.
Diese schimmert Silberweiss und weich, doch nach innen wird sie immer dunkler.
Grau, Gelb, Grün, Rot, Braun, Schwarz.


Sie wirkt anregend auf den Stoffwechsel und fördert die Ausscheidung.
Sie ist deshalb als Frühjahrskur beliebt.




Baldrian

Valeriana officinalis
Blätter und Blüte

Aus der Wurzel gewinnt man:
Oleum Valerianae, Acidum valerianicum, Extractum Valerianae, Tinctura Valerianae,
Tinctura Valerianae ammoniata, Spiritus Angelicae compositus, Aqua Valerianae,
Zincum valerianicum, Chininum valerianicum, Bismuthum valerianicum.


Die Pflanze lässt sich gern an einem halbschattigen, ruhigen Ort in
Wassernähe nieder. Sie schenkt dem Menschen Ruhe und Gelassenheit.



Sammeln von Pflanzen

Die besten Pflanzen oder Kräuter wachsen entfernt von der Zivilisation
auf freiem Feld, im Gebirge, auf Wiesen und im Unterholz von Wald und Gebüsch.
Sie leben ungestört in ihrer natürlichen Umgebung




Jede Pflanze hat ihre eigene Wachstums und Erntezeit.
Häufig ist jedoch der Tagesanbruch die beste Zeit, Pflanzen zu sammeln.
Verwendung finden Blätter, Knospen, Blüten, Früchte, Samen, Wurzeln und Rinden.
Sie sollten so schnell wie möglich an der Luft getrocknet und verwendet werden.

Benutzen Sie nur Pflanzen, die Sie genau kennen!


 

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