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Erfahrungsheilkunde - Internetportal für eine Medizin mit Zukunft Forenübersicht / GRIPPEIMPFUNG bei PFLEGEPERSONAL unbeliebt / Grippeimpfung bei Pflegepersonal unbeliebt

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Georg M. Kissling
Veröffentlicht am: 06.01.2015 19:18
Grippeimpfung bei Pflegepersonal unbeliebt
• Bisher fanden wir lediglich zwei neuere Studien,
deren Behauptungen dies belegen könnten.
Diese Studien haben wir analysiert. Schon in der
Einleitung wird nur von mässigen bis tiefen positiven
Effekten durch die Impfung geschrieben. Ausserdem war
nicht die Virusgrippe der Untersuchungsfaktor, sondern
eine grippeähnliche Erkrankung(influenza-like illness).
Es gibt ca. 300 Möglichkeiten, sich grippeähnliche
Symptome zuzuziehen. Nur eine Differenzialdiagnose
lässt den Schluss Virus-Grippe zu. Diese Diagnose
wird jedoch höchst selten gemacht.

Grippeähnliche Krankheitszustände von geimpften,
aber trotzdem erkrankten Menschen werden meist als
grippaler Infekt diagnostiziert, obwohl auch hier
ein Virus die Ursache sein könnte. Was will man
verschleiern?

Die Studien widersprechen sich nicht selten selber
und das wird meist absichtlich ignoriert: Es basiert
vieles auf einer Annahme, Hochrechnung oder eben,
wie das fragliche Beispiel der letzten Tage aufzeigt,
einer Schätzung: Was auch Handgelenk-mal-Pi
Wissenschaft genannt werden könnte.

Laut Statistik des BfS starben in den Jahren
2001-2014 durchschnittlich 65 Menschen jährlich
an einer vermutlich nachgewiesenen Virus-Grippe.
Davon waren insgesamt 38 jünger als 65 Jahre.
Wo ist die Differenz zu den 100-300 Toten?
Denn eine Todesursache muss jeweils erfasst werden.

Ungeimpften Erkrankten wird automatisch und
unbewiesen, also trotz fehlendem Laborbefund
eine Virus-Grippe diagnostiziert. Geimpften
hingegen höchst selten.

Die Grippe als Todesursache wird oft dann
angegeben, wenn sie als Letzte zum Tode führende
Erkrankung einer ganzen Reihe anderer
vorangegangener und meist parallelen
Erkrankungen betrachtet wird.
Dabei ist sie vor allem bei älteren Menschen,
der grösste Teil der von der Grippe stark
betroffen, "nur" das Tröpfchen, welches das
Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Der gesunde Menschenverstand weiss, dass die
Grippe uns dann ereilt, wenn wir am "Limit"
sind und eine Pause brauchen. Das kennen
vermutlich alle LeserInnen. Die Wissenschaft
verfügt anscheinend nicht über diesen gesunden
Menschenverstand, sonst würden sie die Ursachen
für eine Grippeerkrankung (gilt grundsätzlich
für alle Krankheiten) überall auf vielen Ebenen
suchen und nicht ins Blaue hinaus für einen Erhöhung
der Durchimpfrate propagieren, nur weil es eine
Impfung dagegen gibt.

Die Uni Basel hat im 2013 eine Studie mit dem
festgelegten Ziel lanciert, aufzuzeigen, dass
Impfungen nicht schaden. Die Hälfte der Kosten
wird von den Impfstoffherstellern übernommen,
was das Resultat schon heute erahnen lässt.
Deshalb muss man auch bei dieser neusten Aussage,
die ja von der Uni Basel ausgelöst wurde,
Wirtschaftsinteressen vermuten.

Es gibt keine Erhebung, aus welchen Gründen
sich das Pflegepersonal nicht impfen lässt.
Warum wird nicht das Pflegepersonal gefragt?
Warum versucht man nicht das Wissen, die
Erfahrungen und Beobachtungen der direkt
"an der Front" Stehenden zu erfassen und
daraus Schlüsse zu ziehen? Haben die an der
Front vielleicht zu wenige Papiere an der Wand?
Warum sinkt die Durchimpfungsrate trotz allen
Bemühungen immer mehr? PS: Eine entsprechende
Erhebung unter dem Pflegepersonal wird in den
nächsten Tagen gestartet.

Die Machenschaften des Uni-Spitals Genf
befinden sich in der rechtlichen Grauzone.
Ein klärender Bundesgerichtsentscheid wäre
angebracht. Ausserdem erinnern diese Massnahmen
an braune Vorzeiten.
Die Herren durchstudiert, hochbetucht und
gutbetitelt täten gut daran, sich dem Pflegealltag
einmal eine gewisse Zeit lang praktisch, also
selbst auszusetzen. Vom Bürostuhl aus ist dies
nicht möglich. Das Pflegepersonal arbeitet heute
meist am personellen und kräftemässigen Limit,
unter Zeitdruck und Zeitmangel zu Bruchteilen
der Löhne, welche Verwalter und Manager einziehen.
Die körperlich harte und emotionell belastende
Arbeit wird an der Basis erledigt, nicht in den
Teppichetagen. Auf diesen herum zu hacken, zeugt
von Ignoranz und hat mit einem menschlichen Umgang,
auch wenn der Schutz der Schwachen vorgeschoben wird,
nichts mehr zu tun.

Die Grippeimpfung ist umstritten, nicht nur
in impfkritischen Bereichen, sondern ganz klar
auch beim Pflegepersonal. Solche unüberlegten
und selbstgefälligen Äusserungen sind Gift auf
das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen
Management, Forschung und der Basis. Nicht nur
im Bereich der Gesundheit wird von den "Oberen"
immer mehr vergessen, dass die Basis der Teppich
ist, der Ihnen plötzlich unter den Füssen weggezogen
werden könnte. Das Pflegepersonal sieht auch aufgrund
der nicht selten sinnlosen, schädlichen und
unmenschlichen laufenden Reformen immer mehr Rot.
Es brodelt. Benzin ins Feuer zu giessen kann in
einer solchen Situation als dumm und unüberlegt
angesehen werden.

www.impfentscheid.ch | info@impfentscheid.ch

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